Mit der Errichtung einer neuen Sirene im Neuwieder Stadtteil Feldkirchen ist jetzt die 100. Sirene im Landkreis Neuwied installiert worden. Sie gehört zu insgesamt acht neuen modernen Sirenen, die derzeit im Stadtgebiet von Neuwied aufgebaut werden.
Nach Abschluss der noch ausstehenden Arbeiten, darunter die Herstellung der Stromanschlüsse und der Einbau der Funktechnik, sollen die neuen Anlagen in den kommenden Wochen in Betrieb gehen. Damit werden dann insgesamt 108 Sirenen im Landkreis einsatzbereit sein.
Der weitere Ausbau des Warnsystems ist bereits geplant. Nach Angaben von Landrat Achim Hallerbach sind derzeit 54 zusätzliche Standorte konkret vorgesehen. Ziel ist der schrittweise Aufbau eines flächendeckenden Netzes mit rund 180 Sirenen im gesamten Kreisgebiet.

Die Auswahl geeigneter Standorte gestaltet sich dabei nicht immer einfach. Gemeinsam mit den Verbandsgemeinden und der Stadt Neuwied werden bevorzugt öffentliche Gebäude und Flächen genutzt. Wenn möglich, werden die Sirenen auf Dächern montiert, da diese Variante kostengünstiger ist und sich besser in das Ortsbild einfügt. Ist dies nicht möglich, kommen freistehende Mastsirenen zum Einsatz.
Vor der endgültigen Standortentscheidung werden zunächst Schallausbreitungsberechnungen durchgeführt, um sicherzustellen, dass die Warnsignale im Gefahrenfall gut hörbar sind. Anschließend prüfen Fachleute gemeinsam mit den Kommunen und den beauftragten Unternehmen unter anderem die Erreichbarkeit der Standorte, die Stromversorgung, die Gebäudehöhe sowie bei Dachsirenen die statischen Voraussetzungen.
Auch Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Holger Kurz betont, dass eine möglichst unauffällige Installation angestrebt werde. Vorrang habe jedoch eine zuverlässige Warnung der Bevölkerung im Gefahrenfall.
(PM KV Neuwied, red [LW])